AGB

Beförderungsbestimmungen /AGB

1. Mit der Unterschrift unter den Flugschein wird ein Vertrag zwischen dem
Luftfahrtunternehmen (LFU) und dem persönlich benannten Fahrgast
abgeschlossen.

2. Vereinbart ist eine Heißluftballonfahrt von 60 Minuten Dauer, wobei der Vertrag als
erfüllt gilt, wenn die Fahrtdauer mindestens 45 Minuten betragen hat, sofern die
Umstände durch Gelände, Witterung oder Lichtverhältnisse oder Umstände die nicht
im Verschulden des LFU begründet sind, eine spätere Landung zum unkalkulierbaren
Risiko machen würden. Die Entscheidungen trifft ausschließlich der verantwortliche
Luftfahrzeugführer.

3. Ein Anspruch auf eine zurückgelegte Fahrstrecke und/oder eine Fahrthöhe sowie
eine bestimmte Fahrtrichtung oder überfahrene Orte besteht nicht. Der Pilot
entscheidet aufgrund der zu erwarteten Windverhältnisse über Startplatz,
Fahrtdurchführung und Landeort.

4. Eine Absage der Ballonfahrt bis kurz vor dem vorgesehenen Start, aufgrund von
veränderten Wetterbedingungen oder luftrechtlichen Bestimmungen z.B.
Luftraumsperrungen, durch den Piloten ist jederzeit möglich. Ein Recht auf das
Zurücktreten vom Beförderungsvertrag entsteht hieraus nicht. Der Pilot wird mit dem
Fahrgast im Einzelfall die weitere Vorgehensweise besprechen und einen
Lösungsvorschlag unterbreiten.

5. Die Haftung des Luftfrachtführers ergibt sich aus den Bestimmungen der
europäischen Luftverkehrsgesetze. Das LFU verpflichtet sich, in jedem Fall für
ausreichende Versicherung und Deckungssummen zu sorgen.

6. Eine Haftung für kostenfrei mitgeführte Gegenstände (Fotoapparate, Kameras,
Ferngläser usw.) und Kleidung besteht nicht. Der Passagier ist eigenverantwortlich
für das Mitführen seiner Ausrüstung.

7. Es besteht ebenfalls keine Haftung des LFU für Schäden, die ohne Verschulden des
verantwortlichen Piloten oder Crewmitgliedern an anderen Passagieren oder dritten
Personen entstehen. Insbesondere betrifft das das Mitführen von unerlaubten oder
unsachgemäße Verstauen von erlaubten Gegenständen, das unsachgemäße
Verhalten entgegen der Einweisung vor Fahrtantritt und des Merkblattes z.B.
während der Landung usw.

8. Schadenfälle oder Verletzungen sind dem Piloten sofort nach dem Schadeneintritt
mitzuteilen. Verspätet eingehende Schadenersatzansprüche verpflichten das LFU
nicht zur Regulierung.

9. Von der Beförderung ausgeschlossen sind Personen die augenscheinlich unter
Alkoholeinfluss oder Krankheit leiden, offensichtlich körperlich nicht in der Lage sind
eine Ballonfahrt anzutreten und bei unzweckmäßiger Kleidung. Ein Anspruch auf
Rückerstattung des Fahrpreises entsteht bei den oben genannten Fällen nicht. Die
Entscheidungsgewalt hat immer der verantwortliche Pilot.

10. Das LFU schließt Haftung grundsätzlich aus, bei Täuschung oder Unterdrückung von
verdeckten Tatsachen die einen Fahrtantritt nicht zulassen würden z.B.
Schwangerschaft, Krankheit, psychische Probleme, körperlichen Gebrechen, frische
Operationen usw.

11. Die Beförderung kann verweigert werden, wenn der Fahrpreis vor dem Start nicht
vollständig beglichen wurde. Eine Rückerstattung des Fahrpreises bei
unbegründetem Nichterscheinen oder verspätetem Eintreffen kann nicht erfolgen,
ebenso nicht bei durch den Passagier verursachten Ausschluss von der Fahrt.

12. Änderung und Ergänzungen der Beförderungsbestimmungen bedürfen der
Schriftform. Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle aus dem Vertragsverhältnis
entstehenden Ansprüche oder Rechtsstreitigkeiten ist der Firmensitz des
Luftfahrtunternehmens.

13. Sollten einzelne Teile dieser Beförderungsbedingungen unwirksam sein, bleiben alle
übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung gilt durch eine
solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der unwirksamen Bestimmung in
rechtswirksamer Weise wirtschaftlich am nächsten kommt. Gleiches gilt für eventuelle
Regelungslücken.

Erste Thüringer Ballonfahrer e.V. Schmalkalden, 01. April 2015
Firmensitz / Geschäftsstelle:
D-98587 Steinbach-Hallenberg, Schloßberg 39

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.